Die Herzgeräusche haben die Aufgabe dem behandelnden Arzt Auskünfte
über den Zustand des Herzens zu gegeben. Sie werden durch eine Signalvermittlung
auf nicht invasive Art gewonnen. Dadurch wird sowohl eine psychische
wie eine infektiöse Belastung des Patienten vermieden. Verfahren
wie die EKG (Elektrokardiographie) und die Sonographie sind zur routinemäßigen
Herzkontrolle überflüssig und können durch das Abhören
der Standard- bzw. nicht pathologischen Funktionen ersetzt werden.
Der Karotispuls
ist neben dem Abhören die zweite Möglichkeit um über das
Herz und seine aktuelle Leistungsfähigkeit Werte zu erfahren.
A-Welle ist für die Systole rechts charakteristisch.
C-Welle charakterisiert die Wölbung der Trikuspitalklappen.
X-Welle charakterisiert das Ventilebenensystem.
V-Welle charakterisiert ebenfalls das Ventielebenenystem, jedoch
dessen Rückkehr mit verschlossenen Klappen zur Normalebene.
Y-Welle charakterisiert das Einfließen/Auffüllen der Ventrikel.
Durch die Echokardiographie lassen sich die Herztöne zu den
verschiedenen Herzphasen zuordnen.
Herzton I - (Beginn der Systole) charakterisiert die Anspannung der
Kammermuskulatur.
Herzton II - charakterisiert das Zuklappen der Pulmonal- und der Aortenklappe.
Herzton III - (Begin der Füllungsperiode) charakterisiert das
Einfließen/Auffüllen.
Herzton IV - charakterisiert die sogenannte Vorhofsystole.
Die Auskultation ist entscheidend für die nicht invasive Funktionsüberprüfung
der Herzklappen sowie möglicher Abweichungen von den erforderlichen Parametern.
Die Echokardiographie gibt Aufschlüsse über mögliche Aberrationen
im Bereich der inneren Struktur des Herzens.
Die Herz-Auskultation: wird an fünf Punkten im Brustwandbereich durchgeführt:
Mitralklappe: über der Herzspitze
Trikusspidalklappe: 4 - 5 Rippenzwischenraum (ICR)
Pulmonalklappe: 2.ICR links parasternal
Aortenklappe: 1 - 2 ICR rechts
ERB-Punkt: zentraler Auskultationspunkt des Herzens im dritten Rippenzwischenraum
(ICR) links parasternal (Sofortdiagnostik bei Aorten- und Pulmonalinsuffizienz)
Für speziellere Messmethoden, die im klinischen Bereich zur
pathologischen Funktionsdiagnostik zur Verfügung stehen, gibt es verschiedene
Methoden, von invasiven bis hin zu intrakardialen:
Die Blutgasanalyse zur PO2 bzw. PCO2 Bestimmung.
Die Intrakardiale Druckmessung zur Bestimmen der tonischen Leistungskapazität.
Die intravasale und intrakardiale Ableitung der verschiedenen Strukturen.
Die Gefäßabbildung durch röntgendiagnostische Verfahren
zur visuellen Darstellung möglicher struktureller Gefäßveränderungen.
Herzton: Der Herzton sind Schallerscheinungen, die an den Herzklappen durch
Schwingungen entstehen. Normalerweise findet eine Aufteilung in Herzton I und II
statt.
Herzgeräusch: Ein nicht als Herzton zu identifizierendes, systolisches
oder diastolisches Geräusch.