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Mikrobiologie › Einführung

Man unterscheidet grundsätzlich zwei verschiedene Zelltypen. Bei gegenwärtig lebenden Organismen finden sich keine Übergange.

Prokaryonten

Eukaryonten

Kern nicht von einer Membran umgeben

Kern durch eine Doppelmembran begrenzt

Ein einziges Chromosom (Gruppe von Genverbindungen)

Mehrere Chromosomen

Immer haploid (ausser bei Rekombinationsphänomenen: partielle Diploidie)

Wenn eine sexuelle Fortpflanzung besteht, Abwechseln von haploidem und diploidem Zustand

Weder Meiose noch Mitose

Teilung durch Mitose, Reduktion durch Meiose

Zellwand im Allgemeinen vorhanden: enthält einen Glykopeptidkomplex (Murein, ein Peptidoglykan), der D-Aminosäuren und Diaminosäuren enthält. Die Spaltung von Murein erfolgt durch Lysosym, seine Synthese wird durch Penicillin gehemmt

Zellwand abwesend (Tiere) oder anwesend (Pflanzen, Pilze). Die Zellwand der Pflanzen ist haupt-sächlich durch Zellulose gebildet, die der Pilze durch Chitin (selten durch Zellulose). Kein Murein, kein Lyso-

symeffekt und keine Wirkung von Penicillin.

Zellmembran (Plasmalemma), die in spezialisierten Bakteriengruppen (photo-trophe, methylotrophe, nitrifizierende…) durch Einstülpungen innere Membran- strukturen darstellen kann

Neben der Zellmembran verschiedene innere Zellmembranen:

  • Kernmembran
  • Vakuolenmembran
  • Golgi-Apparat (Dictyosomen)
  • Membran der Mitochondrien und

Plasten

Meistens keine Steroide in der Membran. Die Mycoplasmen (Bakterien ohne Zellwand) zeigen steroidreiche Zellmembran, aber die Steroide werden nicht durch das Bakterium synthetisiert, sondern von der Umgebung aufgenommen.

Steroide in allen Membranen

Bewegungsorgane, falls vorhanden, sind durch ein einziges Filament, zusammengesetzt aus globulären Proteinen, gebildet

Komplexe Bewegungsorgane, die sich aus einem zentralen Filamentpaar und 9 peripheren zusammensetzen

Nie amöboide Bewegungen

Amöboide Bewegung können vorhanden sein oder auch nicht

Atmungsfunktion (Komponenten der Atmungskette), falls vorhanden, in der Zellmembran lokalisiert

Atmungsfunktionen in den Membranen spezieller autonomer Organellen (Chloroplasten) ohne Verbindung zur Zellmembran

Photosynthese, falls vorhanden, erfolgt in den durch die Zellmembran gebildeten Formationen (Chromatophoren: Ventrikel, Sacculi, Tubuli)

Photosynthese (Pflanzen, Algen) erfolgt in spezialisierten autonomen Organellen (Chloroplasten) ohne Verbindung zur Zellmembran

Kleine Ribosomen (70S)

Grössere Ribosomen (80S)

Hydrolyse unlöslicher Nährstoffe immer extrazellulär

Bestimmte Zellen haben die Fähigkeit zur Phagozytose und Pinozytose, die die interne Verdauung von Makro- molekülen oder Partikeln ermöglicht

Zellen üblicherweise klein (0.5-10 m m)

Grössere Zellen (10-100 m m). Gewisse Gruppen zeigen eine hohe morpho-logische Differenzierung. Protisten und plurizelluläre Organismen mit morphologischer und physiologischer Differenzierung

Funktionelle Eigenschaften, die nur bei bestimmten Prokaryonten vorhanden sind:

  • Stickstoff-Fixation
  • Photosynthese ohne Sauerstoff, mit Elektronenquelle ( kein H20)
  • Chimiolithotrophie (Produktion von biologisch nutzbarer Energie aufgrund von Oxidation reduzierter, anorganischer Substrate)
  • Anaerobe Atmung (Nitrat, Eisen, Sulfat, Schwefel,…)
  • Methanogenese (nur bei bestimmten Archaea)
  • Leben über 63°C

Die Prokaryonten werden in zwei unterschiedliche Gruppen unterteilt:
Unterteilung der Lebewesen:

Bemerkung: Archaea sind sehr alt und leben unter extremen Bedingungen (+90°C, sehr salziges Wasser, pH<2). Sie sind verantwortlich für die Produktion von Biogas.

Ursprung der Eukaryontenzelle

Endosymbionten-Theorie:

Man nimmt an, dass gewisse Zellorganellen ehemalige einverleibte Bakterien mit spe-
zifischen Funktionen sind, z.B. Photosynthese (Chloroplasten) und Atmung (Mitochondrien). Mitochondrien und Chloroplasten wären demnach mit anderen Zellen eine Endosymbiose eingegangen.

Diese Endosymbiose wurde derart intensiv, dass die Mitochondrien und Chloroplasten einige ihrer Eigenschaften verloren, dafür eine neue Funktion in der Zelle übernommen haben.
Diese Hypothese scheint sehr wahrscheinlich und stützt sich auf zahlreiche Fakten ab:

  • Die Ribosomen der Mitochondrien und Chloroplasten haben die Grösse von 70S.
  • Mitochondrien und Chloroplasten haben eine eigene DNA, die von der DNA des Kerns völlig verschieden ist.
  • Die RNA – Sequenz der Ribosomen gleicht mehr derjenigen der Bakterien als der der Zelle.
  • Mitochondrien u. Chloroplasten vermehren sich wie Bakterien (durch Teilung).

Die Rolle der Mikroorganismen in der Biosphäre

  • Mikrobiologie der MikroorganismenMineralisation: bearbeiten der Abfälle in der Biosphäre, Abbau der organischen Elemente in anorganische Elemente.
    Viele vom Mensch produzierte Substanzen stammen von Elementen, die in der Natur nicht vorkommen (=Xenobiotika: können nicht oder nur teilweise abgebaut werden).
  • Anfang der Nahrungskette
  • Bioelementzyklus. Bakterien haben die Fähigkeit, chemische Reaktionen durch-zuführen: Redox, Löslichkeit Geochemie
  • Quelle für Wachstumsfaktoren, wichtige Substanzen zur Entwicklung anderer Organismen
  • Gewisse Mikroorganismen können Antibiotika, d.h. inhibitorische Substanzen, herstellen
  • Symbionten
    Bsp.: Bakterien leben von Zuckern, die von Pflanzen produziert werden. Dafür fixieren sie für die Pflanzen den Stickstoff.
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